Walter Kohn, geboren am 9. März 1923 in Wien, Österreich, ist Träger des Chemienobelpreises 1998.
Walter Kohn konnte sich 1939 vor den Nationalsozialisten nach England retten und emigrierte dann nach Kanada. Er studierte Mathematik und Physik an der Universität von Toronto und an der Harvard University in Cambridge, Massachusetts, an der er 1948 seine wissenschaftliche Laufbahn begann; seit 1991 ist er Professor für Physik an der University of California in Santa Barbara.
Walter Kohn beschäftigt sich mit theoretischer Festkörperphysik und theoretischer Chemie. Er schuf die Voraussetzungen für wichtige computerunterstützte Berechnungsverfahren. Mehrere Methoden und Theorien sind nach ihm benannt, wie die Korringa-Kohn-Rostoker Methode, das Hohenberg-Kohn Theorem und die Kohn-Sham Gleichungen.
1998 erhielt er zusammen mit John Pople den Nobelpreis für Chemie als Anerkennung seiner Arbeiten auf dem Gebiet der Dichtefunktionaltheorie.
Mehr als 200 Publikationen; Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst 1999.
Erstes Wiener Nobelpreisträgerseminar am 29. Juni 2006
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